Gemeinsam für den Insektenschutz
Volksbank Viersen unterstützt Blühstreifen in Niederkrüchten
In diesem Jahr ist viel los an den Blühstreifen in Niederkrüchten. Nicht nur Insekten, Niederwild und Feldvögel nutzen die bunt blühenden Streifen, auch in der Bevölkerung finden sie große Aufmerksamkeit. Das ist besonders erfreulich, denn ihr Erhalt wird durch das Mitwirken der Niederkrüchtener Bürgerinnen und Bürger unterstützt.
Das von ortsansässigen Landwirtinnen und Landwirten, der Gemeinde Niederkrüchten und der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft initiierte Projekt wird durch Spenden aus der Bevölkerung finanziert. Auch Vereine, Unternehmen und andere Institutionen können sich beteiligen und das Projekt unterstützen.
So hat sich die Volksbank Viersen mit einer Spende am Projekt beteiligt und den Erhalt von rund 3.000 m² Blühfläche für dieses Jahr mitfinanziert. „An dem Projekt finden wir besonders gut, dass die Spenden direkt vor Ort eingesetzt werden und der Effekt so schön sichtbar ist. Die Streifen bereichern nicht nur die Natur, sondern auch das Landschaftsbild der Gemeinde. An solch einem regionalen Projekt beteiligen wir uns gerne“, berichtet Christoph Pach, Firmenkundenbetreuer und Repräsentant der Volksbank Viersen, Geschäftsstelle Niederkrüchten.
Auch die Landwirte freuen sich über die positive Resonanz. „Das Projekt fördert neben den Insekten auch das Gemeinschaftsgefühl in Niederkrüchten und den Austausch mit der Landwirtschaft. Wir Landwirte sind gerne bereit, unsere Flächen zur Verfügung zu stellen und die Pflege der Blühstreifen zu übernehmen“, erläutert Paul Christian Küskens, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Krefeld-Viersen.
Insektenschutz durch Pflanzenvielfalt
Neben der richtigen Aussaattechnik und der jährlichen Pflege spielt auch die Wahl der eingesäten Arten eine wichtige Rolle. Die verwendete Saatgutmischung besteht aus regionalen Wildkräutern und ist auf die Umweltbedingungen der Region abgestimmt. Die Zusammensetzung soll dazu beitragen, dass die Streifen über mehrere Jahre hinweg blühen. Dabei kann sich die Artenzusammensetzung von Jahr zu Jahr unterscheiden.
„Der Einsatz von Wildpflanzen sowie die Regionalität des Saatgutes ist besonders wichtig. Viele Insektenarten, vor allem die Wildbienen, sind auf einzelne Pflanzen spezialisiert. Verschwindet die Artenvielfalt der Wildpflanzen, so schwindet auch die Insektenvielfalt“, erläutert Markus Reinders, stellvertretender Geschäftsführer der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft.
Je länger die Streifen erhalten bleiben, desto länger können sie der Tierwelt als Nahrungsquelle und Rückzugsbereich dienen. Durch die Bodenruhe und das Überdauern der Pflanzen im Winter können außerdem Bedingungen entstehen, die Tieren als Überwinterungsmöglichkeit dienen.
„Wir freuen uns, dass die angelegten Blühflächen durch die zahlreichen Spenden nun für zwei Jahre gesichert werden konnten. Ziel ist es, die Streifen länger an ihren Standorten zu erhalten. Dafür hoffen wir auch für die nächsten Jahre auf eine breite Unterstützung der Bevölkerung und der ansässigen Unternehmen“, führt Thomas Lankes, Biodiversitäts-Koordinator der Gemeinde Niederkrüchten, aus.
Gemeinsam Vielfalt bewahren
Mit 0,35 € kann ein Quadratmeter Blühstreifen für ein Jahr umgesetzt werden. Auch kleinere Spenden können so zur Finanzierung des Projekts beitragen. Mit 17,50 € können beispielsweise 50 m² Blühfläche finanziert werden, die Hummeln, Schmetterlingen und anderen Insekten als Lebensraum dienen können.
Informationen zum Projekt der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft erhalten interessierte Bürgerinnen und Bürger sowohl direkt vor Ort durch aufgestellte Informationstafeln an den Blühstreifen als auch online unter Stiftung Rheinische Kulturlandschaft. Dort ist außerdem eine Online-Karte zu finden, auf der die Standorte der Blühstreifen eingetragen sind.